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Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,

in der letzten Stadtratssitzung am 27.9.2007 wurde der Ausbau der Memminger Str. zwischen Blumen- und Vöhlinstraße mit Kreuzungsmaßnahme Memminger Str./Vöhlinstraße angesprochen. Ausgangspunkt dieser Aussprache war ein informelles Gespräch im Gasthaus Lepple am 25.9.2007. Teilnehmer waren interessierte und der Maßnahme anliegende Bürger. Darüber hinaus haben auch einige Stadträte und der erste Bürger­meister teilgenommen.

Man diskutierte konstruktiv, und es wurden auch einige Kritikpunkte zum bestehenden Ausbau der Memminger Str. angesprochen. Diese Kritikpunkte waren geleitet von dem Gedanken, dass wir mit dieser Maßnahme die Möglichkeit haben, unsere Stadt Vöhringen so zu gestalten, dass sie auch den Maßstäben und Wünschen der heutigen jungen Generation standhalten. Geleitet waren die Gedanken ferner davon, diesen Straßenabschnitt schmaler und mit weniger stehendem Verkehr als in der Planung vorgesehen zu gestalten. Dabei wurde auch auf Umwelt­einflüsse wie CO2, Feinstaub, usw. hingewiesen. Vor allem aber sollte der Straßenabschnitt nicht 4-spurig und in der geplanten Breite von ca. 9 - 12 Metern realisiert werden, sondern maximal wie die Vöhlinstraße.

 

Folgende Kritikpunkte wurden konkretisiert:

 

1.            Viel mehr Grün in allen Ebenen

2.            Viel mehr Parkplätze

3.            Wegfall der Bus-Spur

4.            Ampelfreie Kreuzungsmaßnahme.

 

In der Stadtratssitzung am 27.9.2007 wurde auch bereits über einen Wegfall der Bushaltestelle als eigene Bus-Spur und deren Verlegung an den Straßenrand informiert (wie auf der Westseite). Dadurch wäre dann auch mehr Platz für zusätzliche Parkplätze vorhanden. Allerdings war der Punkt 4. „Ampelfreie Kreuzungsmaßnahme“ für mich sehr unbefriedigend. Es wurde nur darüber gesprochen, was alles nicht geht (abknickende Vorfahrt).

Angeregt durch die Gedanken von Herrn Kreisel über „Minikreisverkehre“, habe ich mich in der Zwischenzeit über diese Kreuzungsvariante informiert.

Hier ein Auszug aus einer Dokumentation des Ministeriums für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen vom 07.08.2007

Kleine Kreisverkehre mit begrünter Mittelinsel, einstreifiger Verkehrsführung – sind in Deutschland erfolgreich etabliert. Sie verbessern deutlich die Verkehrssicherheit und den Verkehrsfluss.
Eine noch wesentlich sparsamere Form der Kreisverkehre, der „Mini-Kreisverkehr“, wird im Ausland – vor allem in Großbritannien als Mutterland der Kreisverkehre – schon seit längerem gebaut. Dabei handelt es sich um Kreisverkehre in einem Durchmesser von 13 bis 22 m und mit einer überfahrbaren Mittelinsel, die von Pkw wie ein Kreisverkehr und von größeren Kraftfahrzeugen (Lkw und Bussen) wie eine Kreuzung befahren werden.

Portait: Beispiel Minikreisverkehr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Ergebnisse bestätigen die positiven Erwartungen: Die insgesamt 18 Versuchskreisel weisen nicht nur die schon bei den kleinen Kreisverkehren erzielten Sicherheitsgewinne auf, sie sind auch fast ebenso leistungsfähig. Damit bieten Mini-Kreisel innerorts nicht nur gegenüber herkömmlichen Knotenpunkten, sondern auch gegenüber den kleinen Kreisverkehren eine platz- und kostensparende Alternative.

Die verkehrlichen Besonderheiten des Minikreisverkehrs wurden zum 01.02.2001 in die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) bzw. in die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO) übernommen.

Des weiteren bin ich bei meinen Recherchen darauf gestoßen, dass in der Stadt Bobingen bei Augsburg an einer Staatsstraße ein Minikreisel mit einem Durchmesser von 18 Metern und einem Verkehrsaufkommen wie bei uns errechnet, schon seit Oktober 2004 in Betrieb ist. Dabei traten anfänglich bei den Verkehrsteilnehmern noch Probleme auf. Nachdem aber die Beschilderung korrigiert wurde, funktionierte der Minikreisel bestens. Es ist auch bereits, getragen durch einen Ideenwettbewerb, ein weiterer Minikreisel geplant.

Portait: Kreisverkehr Bobingen

  

 


Aus den mir vorliegenden Planungsunterlagen zur Memminger Str. entnehme ich, dass ein Minikreisel mit einem Durchmesser von 18 Metern machbar wäre.

 

Für mich stellt der Minikreisel die Maximallösung dar. Deshalb stelle ich hiermit den Antrag, dass für die Kreuzung Memminger Str./Vöhlinstraße ein Minikreisel untersucht und geplant wird. Die Realisie­rung kann, wenn nicht schon beim Ausbau der Memminger Str., dann auch mit der Umgestaltung der Ulmer Str. erfolgen.

Ich bitte um Information und Behandlung dieses Antrages bei der nächsten Stadtratssitzung.

  

Freundliche Grüße

 

Wilfried Maier
Stadtrat, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender
SPD-Fraktion

WM, 5.10.2007 

Bilder zum Minikreisel in Dietenheim

Portait: Minikreisel in Dietenheim Portait: Minikreisel in Dietenheim Portait: Minikreisel in Dietenheim

 

Lageplan zum Minikreisel in Dietenheim

Portait: Lageplan Minikreisel in Dietenheim

WM , 16.10.2007


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